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Aktives Zuhören am Telefon

Von Jürgen Melmuka · 30. Juli 2025

Besondere Herausforderungen und Techniken beim aktiven Zuhören am Telefon – wo Körpersprache fehlt.

Am Telefon fehlt ein wesentlicher Kommunikationskanal: die Körpersprache. Kein Blickkontakt, kein Nicken, keine offene Körperhaltung – all die nonverbalen Signale, die im persönlichen Gespräch Aufmerksamkeit signalisieren, fallen weg. Das macht aktives Zuhören am Telefon besonders anspruchsvoll. Gleichzeitig werden Telefonate oft nebenbei geführt – mit dem Blick auf den Bildschirm oder zwischen zwei Meetings. Im HaTeCo-Modell ist die Haltungs-Ebene am Telefon daher besonders entscheidend.

Die wichtigste Technik am Telefon: verbale Zuhör-Signale. Kurze Bestätigungen wie „Ja", „Verstehe", „Mhm" oder „Das kann ich nachvollziehen" ersetzen das Nicken und den Blickkontakt. Ohne diese Signale entsteht auf der anderen Seite schnell das Gefühl, gegen eine Wand zu sprechen. Ergänzend ist die Paraphrase am Telefon noch wichtiger als im persönlichen Gespräch, weil sie das einzige Mittel ist, Verständnis sichtbar – genauer: hörbar – zu machen.

Ein häufiger Fehler im telefonischen Kundenservice: Während der Kunde spricht, tippt die Servicemitarbeiterin bereits die Lösung ein. Das geteilte Aufmerksamkeit signalisiert sich in der Stimme – der Kunde merkt, dass er nicht die volle Aufmerksamkeit hat. Besser: Erst vollständig zuhören, dann paraphrasieren, dann erst handeln. Dieses Drei-Schritt-Modell verbessert sowohl die Kundenzufriedenheit als auch die Lösungsqualität.

Für Telefon-Teams empfehlen wir die „Lächel-Übung": Lächeln Sie bewusst, während Sie telefonieren. Das Lächeln ist hörbar – es verändert die Stimmlage und den Tonfall und vermittelt Freundlichkeit und Offenheit. In Kombination mit den verbalen Zuhör-Signalen und der Paraphrase schaffen Sie auch ohne Körpersprache eine Atmosphäre des echten Zuhörens.

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