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ZUHÖRAKADEMIEWIRKSAM ZUHÖREN – MEHR ERREICHEN
Technik

Aktives Zuhören – die Kraft der nonverbalen Signale

Von Jürgen Melmuka · 8. Oktober 2025

Wie Körpersprache wirksames Zuhören unterstützt – und warum nonverbale Signale oft stärker wirken als Worte.

Studien zeigen, dass über 60 Prozent unserer Kommunikation nonverbal stattfindet. Beim Zuhören bedeutet das: Unser Körper sendet permanent Signale, ob wir wirklich aufmerksam sind oder nur so tun als ob. Verschränkte Arme, der Blick aufs Handy oder ein unruhiges Wippen mit dem Fuß – all das signalisiert Desinteresse, selbst wenn wir verbal das Gegenteil behaupten. Im HaTeCo-Modell bilden nonverbale Signale die Brücke zwischen Haltung und Technik.

Die wichtigsten nonverbalen Zuhör-Signale sind: eine offene, dem Sprecher zugewandte Körperhaltung, regelmäßiger (nicht starrender) Blickkontakt, gelegentliches Nicken als Bestätigung und ein leicht nach vorn geneigter Oberkörper. Diese Signale zeigen Aufmerksamkeit und Interesse. Ebenso wichtig ist, störende Signale zu vermeiden: das Smartphone wegzulegen, den Laptop zu schließen und dem Gespräch volle Präsenz zu schenken.

Besonders wirkungsvoll ist das sogenannte „Spiegeln" der Körpersprache: Wenn wir unbewusst die Haltung oder Gestik unseres Gegenübers übernehmen, entsteht ein Gefühl von Verbundenheit und Gleichklang. Dieses Spiegeln passiert in guten Gesprächen oft von selbst. Sie können es aber auch bewusst einsetzen – dezent und authentisch, nicht als offensichtliche Imitation.

Ein praktischer Tipp: Bitten Sie eine Vertrauensperson, Sie in Ihrem nächsten Meeting zu beobachten und Ihnen Feedback zu Ihrer nonverbalen Kommunikation beim Zuhören zu geben. Oft sind wir uns unserer Körpersprache nicht bewusst. Dieses Feedback ist ein kraftvoller erster Schritt, um die eigene nonverbale Zuhör-Kompetenz zu verbessern.

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